Also, kommen wir zurück zu Sonntag, dem 9. September 2007. Wir befinden uns direkt am Vorplatz des Museum für Moderne Kunst, dem Centre Georges Pompidou. Gerade haben wir alle - fast alle, Angelika musste mal wieder aufs Klo, kein Wunder, bei 3l Wasser und 1l Cola Light am Tag - das Gebäude verlassen. Schahab lässt seinen Blick über den Platz schweifen, bleibt irgendwo hängen - und beginnt zu Lachen. Leider kann ich mit Worten kaum beschreiben, was wir da zu sehen bekamen... Aber es war uns immerhin 30 Minuten zusätzlichen Aufenthalt und 10 Minuten Video wert :D
Okay - es war ein Möchtegern-Jongleur/Clown. Das erste, mit dem er zu jonglieren versuchte, war ein langer Stab, wie er gerne bei Feuershows eingesetzt wird. Zu dem Zeitpunkt filmten wir noch nicht ... und leider dauert es noch fast 2 Wochen, bis ich euch die Videos liefern kann :( Aber: das Warten lohnt sich!
So saßen wir also fast 30 Minuten vor dem Centre Pompidou, die Show wurde musikalisch umrahmt von einer Immigrantin - aus Osteuropa oder so - und ihrem Instrument, das auf wunderliche Art und Weise nur 2 Töne rausbrachte. Alfred Hitchcock lässt grüßen... ;) Deswegen schwanke ich, ob ich die Videos mit Ton oder ohne reinstellen soll... einerseits fehlen sonst die Kommentare von Alex und Schahab und die Musik, aber meine Kommentare... naja ^^ die brauchts nicht unbedingt ;)
Nach dem Centre Pompidou gings dann weiter - weil nicht sooo weit weg war - in den Pantheon. Sehr super, da ist derzeit das
Foucaultsche (sprich: Fuhkolsche)Pendel. Es zeigt doch tatsächlich die Uhrzeit an! Wie das genau funktioniert, konnten wir uns nicht gleich erklären, Tante
Wikipedia übernahm das:
Am 3. Januar 1851 führte der französische Physiker Jean Bernard Léon Foucault im Keller seines Hauses einen Versuch durch, bei dem er ein 2 Meter langes Pendel in Bewegung setzte. Es pendelte dicht über dem Boden und schien dabei im Verlauf der Zeit seine Richtung zu ändern. Da eine äußere auf das Pendel einwirkende Kraft auszuschließen war, war es nicht das Pendel, sondern der Boden (also die Erde), der seine Richtung änderte.
Später führte Foucault den Versuch in der Pariser Sternwarte mit einem 12 Meter langen Pendel und im Panthéon mit einem 67 Meter langen Pendel mit einem 28 kg schweren und 60 cm Durchmesser umfassenden Pendelkörper der Öffentlichkeit vor. Am unteren Ende des Pendelkörpers befand sich eine Spitze, die mit jeder Schwingung eine Spur in einem Sandbett am Kirchenboden markierte. Hiermit wurde ein laientauglicher Nachweis der Erdrotation vorgelegt.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Foucaultsches_Pendel
Und das mit der Uhrzeit funktioniert so:
Das Pendel bewegt sich im Zeitraum von 1 Stunde um genau 15° vom ursprünglichen "Kurs" ab (Darstellung gibts auf Wikipedia). Es musste also, um die Uhrzeit anzeigen zu können, nur das Pendel zur vollen Stunde an der richtigen Stelle in Bewegung gesetzt und dann die weiteren Stunden angezeichnet werden. Die 15-Minuten-Abstände ergeben sich von selbst.
Ich war natürlich fasziniert von diesem Bauwerk, bestaunte dies und jenes, lief voller Begeisterung durch die Krypta, in der sich die bekanntesten Franzosen sozusagen die Ehre geben... Herrlich. Ich hätte stundenlang dableiben können ;)
Liegt in "
Urlaub" und verstaubt seit Mittwoch, 19. September 2007, 08:43